Das Thema Glücksspiel in Österreich

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Österreich

Es ist wieder soweit und das Thema Glücksspiel ist mal wieder ins Visier der Behörden geraten. Im Moment sorgt eine neue Novelle zum Glücksspielgsetz für erneute Aufregung, was bei den Casinos Austria und den drei Haupteigentümern für Spannungen sorgt.

Nachdem der erste Versuch gründlich in die Hose ging, gibt es nun vom Österreichischen Finanzministerium eine Ankündigung ,zu einem neuen Entwurf zur Novelle des Glücksspielgesetz. Eigentlich war geplant das dieser letzte Woche veröffentlicht wurde, aber es hat sich bisher noch nichts getan.

In diesem Entwurf, soll das Ministerium seinen Willen gegen ihrer Meinung nach illegale Online Glücksspielseiten mit Netzsperren vorzugehen bekräftigen. Die Arbeit sollen wohl die heimischen Internetprovider übernehmen und gegen bestimmte Anbieter vorgehen. Angeblich sollen Verträge zwischen Pokerspielern und Anbietern für ungültig erklärt werden, so das Spieler ihre Einsätze zurückfordern können. Begründet wird die Gesetzesänderung mit einer Verstärkung des Spielerschutzes.

Der Interessenverband Österreichische Vereinigung für Wetten und Glücksspiel (OVWG) ist nicht sehr begeistert über das Vorgehen und hat in der Vergangenheit schon öffentlich auf die möglichen Konsequenzen hingewiesen. man empfiehlt eine Marktöffnung mit Lizenzvergabe nach dem Vorbild von Großbritannien.

60 % alternative Anbieter

Die alternativen Anbieter welche auf dem Markt in Österreich aktiv sind, zahlen bereits jetzt die 40% Glücksspielabgabe. Um die 1.000 Arbeitsplätze wären bei der geplanten Umsetzung der Gesetzesänderung in Gefahr. Nach aktuellen Angaben sind mehr als 60% der Online Anbieter nicht in Österreich lizensiert, sondern berufen sich auf das EU Gesetz und der Dienstleistungsfreiheit, welche besagt das Inhaber einer Lizenz in einem EU Land, ihre Leistungen auch in jedem anderen EU Land anbieten dürfen.

Streit unter den Casinos?

Unterdessen ist die zukünftige Ausrichtung und Kontrolle der Casinos Austria immer noch nicht endgültig geklärt. Zur Zeit wird der ehemalige staatliche Konzern von drei verschiedenen Eigentümern kontrolliert. Die Sazka Group aus Tschechien hält den größten Anteil. Die weiteren Eigentümer ist der österreichische Glücksspielkonzern Nonomatic und die Republik Österreich.

Gerüchten zu folge ist man sich nicht so ganz einig über die zukünftige Ausrichtung des Konzern, was interne Streitigkeiten verursacht. Dabei geht es hauptsächlich um einen möglichen Verkauf Casinos International Tochter und eine neue Unternehmenskultur.

Unbeeindruckt strebt die Sazka Group die Übernahme weiterer Aktienpakte an. Derzeit sind es knapp 34 % Anteile, vor der Republik Österreich mit 33 % und der Novomatic mit 17 %.

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