Wer langfristig Denkt beim Poker wird Erfolg haben

Langfristig Denken

Jeder erfolgreiche Pokerspieler kann bestätigen das man langfristig Denken muss um erfolgreich Poker zu spielen. Poker ist eine lange Session und keine kurzfristige! Wenn Dein Ziel ist mit Poker Geld zu verdienen, so solltest Du mit der richtigen Einstellung an den Tisch gehen und lernen mit bestimmten Situationen und kurzfristigen Niederlagen umzugehen. Ein guter Pokerspieler setzt sich aus technischen Skills und einem guten Mindset zusammen. Beides ist gleich wichtig, wobei man sagt das der psychologische Aspekt sogar etwas höher zu bewerten ist.

Was ist mit langfristigem Denken gemeint?

Erfolgreiches Poker basiert auf Mathematik. Es gibt immer einen korrekten Weg wie man eine Hand spielen sollte und das ist der mit dem höchsten Erwartungswert(+EV). Dein Ziel sollte also sein, egal was passiert nur so zu denken und dein Spiel darauf ausrichten. Dazu musst Du im Kopf klar sein und eine Struktur verfolgen.  Wenn Du Dich auf kurzfristige Resultate konzentrierst, so passt Du dein Speil automatisch an und machst Spielzüge welche einen negativen Erwartungswert haben. Langfristig bedeutet dies das Du Geld liegen lässt. So kann man schnell vom Winning Player zu einem Loosing Player werden.

Ein guter Pokerspieler denkt langfristig und die kurzfristige Ergebnisse, sowie Glücks oder Pechsträhnen interessieren diesen nicht. Die Ergebnisse von einzelnen Händen und bestimmter Sessions, sollten einen mental nicht beeinflussen. Man spielt sein A-Game ganz egal was passiert. Hat eine bestimmter Move einen positiven Erwartungswert so macht man diesen, ganz egal ob man gerade eine Pechsträhne oder Glückssträhne hat. Solltest Du das im kopf schaffen, so bist Du auf dem besten Weg zu einem erfolgreichen Pokerspieler.

Was sind Die Folgen wenn man kurzfristig Poker spielt?

Wenn man sich zu sehr auf kurzfristige Ergebnisse konzentriert, so wird man extrem glücklich sein wenn man eine Winning Session hat, aber genau so deprimiert wenn es in die andere Richtung geht, was eventuell damit ended das man auf Tilt ist und weiterspielt. Wir haben nun einige Punkte aufgelistet wozu Spieler neigen wenn sie kurzfristig Denken.

Wütend auf schlechte Spieler sein

Spieler die an Kurzfristigen Resultaten interessiert sind, werden sehr wütend sein, wenn sie gegen sehr schlechte Spieler mit viel Pech verlieren. Man empfindet die Ereignisse und die Ergebnisse bei den Sessions viel extremer. Bei jedem verlorenen Pot geht die Rechnerei im Kopf los und man fängt an sich verrückt zu machen. Dies könnte dazu führen, dass man sich ein Feindbild gegen diese schlechten Spieler aufbaut und man anfängt schlechtere Hände  gegen diese Spieler zu spielen, obwohl diese gar keinen positiven Erwartungswert haben. Eventuell ist man auch so böse und beschimpft die schlechten Spieler, so das diese möglicherweise sogar den Tisch verlassen. Dies ist natürlich sehr schlecht, da schlechte Spieler das Geld bringen.

Mit aller Gewalt auf Break Even spielen

Ein Spieler der auf kurzfristige Ergebnisse fixiert ist, wird alles versuchen um eine Losing Session zu vermeiden. Man kann sich mit einer Niederlage einfach nicht abfinden und versucht mit aller Gewalt wenigstens Break Even zu spielen. Diese Denkweise kann fatale Folgen haben und sehr hohe Verluste zur Folge haben.

Man speilt nicht mehr sein A-Game ist stark Tilt anfällig und wird mit der Zeit zudem auch unkonzentrierter und ist nicht mehr in der Lage sein A-Game zu spielen. Natürlich kann das auch mal funktionieren und man dreht das Blatt noch und schafft das Break Even. In den meisten Fällen geht das ganze aber nach hinten los und man schadet sich dadurch extrem. Und gerade wenn man auf Tilt ist, ist die Gefahr auch sehr groß das man Broke geht.

Den eigenen Gewinn schützen

Viele Spieler die nur kurzfristig Denken, freuen sich wie ein kleines Kind über eine Winning Session und tendieren dazu diese überzubewerten und beschützen Ihre Gewinne, wie eine Mutter ihr Neugeborenes. Das Motto ist: “Höre auf wenn Du vorne liegst” Dies kann aber auch ein ganz großer Fehler sein. Eventuell ist man gerade in einem Upswing und es passt einfach alles zusammen. Es sind gerade besonders viele Schlechte Spieler am Tisch und die Karten fallen einfach gut. Bei so einem Lauf einfach aufzuhören wäre alles andere als profitabel.

Ein anderer Fehler ist es sobald man vorne liegt zu konservativ zu spielen. Man spielt so vorsichtig mit dem Ziel keine hohen Summen mehr zu riskieren. Durch diese Spielweise verliert man sehr viel Edge auf seine Gegner.

Tilt

Die Tilt Anfälligkeit ist bei Spielern die kurzfristig Denken viel höher. Da man nur von Session zu Session denkt, nimmt einem ein Verlust natürlich viel mehr mit als wenn man Langfristig denkt. Das Tilt Risiko ist einfach viel zu groß.

Die eigene Spielweise zu verändern

Ein erfolgreicher Pokerspieler trifft Entscheidungen die langfristig einen positiven Erwartungswert haben(+EV). Kurzfristige Resultate würden sich niemals auf das eigene Spieler auswirken, da man weis das es richtig ist was man macht und auf Dauer Gewinn bringt. Bei Spielern die kurzfristig Denken sieht das ganz anders aus. Diese verändern Ihre Spielweise nach einer Losing Session obwohl diese eventuell alles richtig gemacht haben. Es ist natürlich sehr wichtig sein eigenes Spiel immer kritisch zu sehen und dieses zu analysieren und zu verbessern, aber etwas zu ändern obwohl gar nichts falsch ist macht keinen Sinn. Auch der beste und perfekteste Pokerspieler wird kurzfristig auch mal Verlust machen, selbst wenn er gegen einen unglaublich schlechten Spieler spielt.

Fazit

Wie in allen unseren Artikeln wo es um Psychologie im Poker geht, können wir auch hier zum Abschluss nur nochmal sagen das es von enormer Wichtigkeit ist, dass man mit einem klarem Kopf, einem guten Mindset und einer realistischen Gewinnerwartung an die Sache dran geht.

Von · Veröffentlicht am 06.10.2017 · zuletzt aktualisiert am 04.03.2019